Viele Wenns und Abers zum Klassenerhalt gab es im Vorfeld des letzten Spielsdieser Saison bei der 1. Mannschaft. Auch das Abrutschen auf den letzten Platzwar eine Option. Kaum jemand hatte jedoch auf der Rechnung, dass auch einHochrutschen auf Platz 8, mit der der sichere Klassenerhalt garantiert wäre,noch möglich sein könnte. Aber diese unwahrscheinlichste aller Möglichkeitentrat am Ende dank einer grandiosen Leistung ein.
Am 18.4. trat Limbach zuhause gegen den Vizemeister Bietigheim-Bissingen an.Der Gegner trat ohne seine Nummer 1 an, aber auch Limbach musste aufSpitzenspieler Xavier Dixon verzichten, der bereits in seine australische Heimatzurückgeflogen war. Für ihn feierte der gerade erst 19-jährige Brasilianer LucasRomanski seinen Einstand bei Limbach. Er kam bisher nicht zum Einsatz, weil indieser Liga nur ein Nicht-EU-Ausländer pro Spiel eingesetzt werden darf undDixon diesen „Stammplatz“ besetzte.
Es ging nicht gut los, denn beide Doppel gingen an den Gegner. Kein gutesOmen, denn einen 0:2 Rückstand konnte Limbach bisher nicht zu einemPunktgewinn umbiegen und selbst der hätte ja nur gereicht, wenn in der 2.Bundesliga weder Mainz 05 noch FCS 2 absteigen würden.
Danach ging es erstmal ausgeglichen weiter. Vorne gewann Romanski in einemsehr guten Spiel gegen Ivan Hencl 3:0, aber Ion Söllner verlor 3:1 gegen denChinesen Hsieh-Yi Yang. In der Mitte ähnlich: Michael Schwarz gewann genauso3:1 gegen Jonathan Gaiser, wogegen Schleppi, der den im Abitur befindlichenSokolov vertrat, gegen den Schweden Mats Sandell mit gleichem Ergebnisverlor. So stand es 2:4. Doch nun kam die furiose Aufholjagd von Limbach. Miteinem weiteren überzeugenden Sieg gewann Romanski gegen den Chinesen,und Söllner 3:1 gegen Hencl. Schwarz brachte dann Limbach mit seinem 3:0gegen Gaiser zum ersten Mal in Führung, aber parallel lag MannschaftsführerChristian Schleppi 2:0 in Sätzen zurück. Doch er kämpfte sich nervenstark mitzwei 11:9 Satzsiegen in den Entscheidungssatz. Und in dem führte er 9:3. Aberauf einmal stand es 9:9. Sollte dem mit Abstand ältesten Spieler der Paarungam Ende die Luft ausgehen? Nein! Auch den 5. Satz gewann er 11:9 und dieganze Halle (vom Gegner abgesehen) brach in unbeschreiblichen Jubel aus.Denn man hatte natürlich registriert, dass im parallel laufenden SpielKonkurrent Kist bereits verloren hatte. Somit hatte man ausgerechnet imletzten Spieltag zum ersten Mal die Abstiegsplätze verlassen.
Ein Erfolg, der nicht nur die Mannschaft, sondern den ganzen Verein stolz macht.